Wie sollte man ein Anlage-Portfolio aufbauen?

von Ullrich Angersbach, Diplom-Kaufmann, Fachautor sowie Marketingexperte für Finanzprodukte und ehrenamtlicher Mitarbeiter bei EinDollarBrille e.V.

1. Warum es so schwer ist, den Markt zu schlagen

Seit der Einführung großer Kapitalmarktindizes wie dem DAX in Deutschland oder dem S&P 500 in den USA versuchen Privatanleger und institutionelle Investoren gleichermaßen, durch gezielte Auswahl von Aktien, Sektoren oder Zeitpunkten bessere Ergebnisse zu erzielen als der Gesamtmarkt. Doch die Realität sieht anders aus: Langfristige Studien zeigen, dass nur ein Bruchteil – häufig weniger als 10 bis 25 % – der aktiv gemanagten Fonds über Zeiträume von zehn Jahren oder mehr tatsächlich ihren Vergleichsindex übertreffen. Berücksichtigt man zudem die "Überlebensverzerrung" durch aufgelöste oder fusionierte Fonds, wird das Ergebnis noch ernüchternder.

Die Gründe sind vielfältig: hohe Gebühren, falsche Markteinschätzungen, Timing-Fehler oder schlicht das Gesetz der Statistik. Die Konsequenz: Anleger sollten sich von der Hoffnung lösen, den Markt dauerhaft zu schlagen – und stattdessen danach streben, ihn möglichst effizient abzubilden. Denn der Versuch, sich durch aktives Management Vorteile zu verschaffen, endet allzu oft in unterdurchschnittlichen Ergebnissen und entgangenen Chancen.

Besonders in wirtschaftlich turbulenten Zeiten zeigt sich: Anleger, die auf Disziplin und langfristige Strategien setzen, fahren besser als jene, die ständig umschichten. Ein gut strukturiertes Portfolio ist wie ein gut gebautes Haus – es steht auch bei Sturm.

 

 

2. Was sind ETFs und warum sie den Markt revolutionierten

John C. Bogle, Gründer der Vanguard Group, legte 1974 den Grundstein für eine stille Revolution: die Erfindung des Indexfonds. Anstatt mit aktiver Auswahl zu versuchen, besser als der Markt zu sein, verfolgt ein Indexfonds das Ziel, einen bestehenden Marktindex möglichst exakt und kostengünstig nachzubilden. Daraus entstanden die heute populären ETFs (Exchange Traded Funds).

ETFs kombinieren Transparenz, niedrige Gebühren und hohe Handelbarkeit. Sie bieten selbst Kleinanlegern Zugang zu weltweiten Märkten und ermöglichen den Aufbau eines breit diversifizierten Portfolios mit wenigen Produkten. Ob MSCI World, S&P 500 oder Emerging Markets – für fast jeden Index gibt es passende ETFs.

Durch die Börsennotierung können ETFs wie Aktien jederzeit gekauft oder verkauft werden. Das macht sie flexibel und attraktiv. Gleichzeitig bleibt ihr Charakter als Fonds erhalten, da sie eine Vielzahl von Einzeltiteln bündeln. Diese Kombination hat sie zu einem Favoriten vieler Anleger gemacht – vom Einsteiger bis zum institutionellen Investor.

Hinzu kommt: Die Verwaltungsgebühren von ETFs liegen oft unter 0,3 % jährlich – ein Bruchteil dessen, was aktive Fonds verlangen. In Zeiten niedriger Zinsen kann dieser Unterschied entscheidend für den langfristigen Vermögensaufbau sein.

 

 

3. Wie viel Aktien, wie viel Anleihen? Zwei einfache Modelle

Die Bogle-Regel

Diese einfache Faustregel empfiehlt: Das Lebensalter entspricht dem prozentualen Anteil von Anleihen im Portfolio. Der Rest wird in Aktien investiert – vorzugsweise in breit gestreute ETFs wie den MSCI World. Damit wird das Risiko im Laufe des Lebens systematisch reduziert.

Beispiel: Ein 30-Jähriger hält 30 % Anleihen und 70 % Aktien. Im Ruhestand kehrt sich das Verhältnis um. So wird sichergestellt, dass mit steigendem Alter das Portfolio konservativer ausgerichtet ist.

Die Regel ist nicht perfekt, aber sie bietet einen sinnvollen Ausgangspunkt für eine strategische Vermögensaufteilung, die sowohl Lebenssituation als auch Risikotoleranz berücksichtigt. Wer zusätzlich auf breite geografische Diversifikation achtet, kann seine Risiken weiter minimieren.

Warren Buffetts Empfehlung

Der legendäre Investor Warren Buffett empfiehlt für seine Erben: 90 % des Kapitals in einen kostengünstigen S&P 500 ETF, 10 % in kurzfristige US-Staatsanleihen. Damit erhalten Anleger langfristiges Wachstumspotenzial mit einer kleinen Liquiditätsreserve für turbulente Marktphasen.

Diese Empfehlung basiert auf Buffetts Überzeugung, dass der Markt langfristig wächst – trotz aller Schwankungen. Wer in der Lage ist, auch in schwierigen Phasen investiert zu bleiben, wird belohnt. Die Mischung aus Sicherheit und offensiver Ausrichtung spiegelt Buffetts Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung wider.

4. Das 60/40-Portfolio: Der Klassiker unter den Anlagestrategien

Seit Jahrzehnten gilt das sogenannte 60/40-Portfolio als bewährter Kompromiss zwischen Rendite und Sicherheit. Dabei werden 60 % des Kapitals in Aktien, 40 % in Anleihen investiert. Diese Mischung federt Schwankungen ab und bietet langfristig überdurchschnittliche Ergebnisse – vorausgesetzt, der Anleger hält durch.

Im Jahr 2022 litten beide Anlageklassen zeitgleich unter hoher Inflation und steigenden Zinsen. Dennoch bleibt die Grunderkenntnis gültig: Niemand kann zuverlässig vorhersagen, welches Marktumfeld bevorsteht. Wer mit einer soliden Grundstruktur wie 60/40 arbeitet, fährt oft besser als derjenige, der versucht, ständig umzugewichten.

Wichtig ist hierbei auch das Rebalancing – also das regelmäßige Zurückführen der ursprünglichen Aufteilung. Wenn Aktien stark gestiegen sind, erhöht sich ihr Anteil am Portfolio. Durch Verkauf eines Teils wird das Gleichgewicht wiederhergestellt – und Risiken werden reduziert.

Die Einfachheit dieser Strategie macht sie auch für Einsteiger attraktiv. Sie erfordert kein tägliches Marktbeobachten, sondern lediglich eine jährliche Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung.

 

 

5. All Weather & Risk Parity – Der Ansatz von Ray Dalio

Der Hedgefondsmanager Ray Dalio entwickelte mit seinem Team bei Bridgewater Associates das sogenannte All Weather Portfolio. Dieses Konzept basiert auf der Idee, dass unterschiedliche Marktphasen – wie Inflation, Deflation, wirtschaftliches Wachstum oder Rezession – unterschiedlich auf Anlageklassen wirken. Ziel ist es, das Portfolio so aufzustellen, dass es in jedem dieser Szenarien stabil bleibt.

Im Gegensatz zum klassischen 60/40-Ansatz wird beim All Weather Portfolio nicht kapital-, sondern risikobasiert gewichtet. Das bedeutet: Anlageklassen mit höherer Volatilität – etwa Aktien – erhalten eine geringere Gewichtung als weniger schwankungsanfällige Werte wie Anleihen. Daraus ergibt sich ein sogenanntes Risk-Parity-Portfolio, das darauf abzielt, die Risikobeiträge der einzelnen Bestandteile zu harmonisieren.

Typischerweise besteht ein solches Portfolio aus rund 30 % Aktien, 55 % Anleihen (auch inflationsgeschützt), 7,5 % Gold und 7,5 % Rohstoffen. Diese Aufteilung kann jedoch je nach Auslegung und Risikoprofil variieren. Studien belegen, dass solche Portfolios in Krisenzeiten oft robuster reagieren als traditionelle Mischungen.

Allerdings ist die Umsetzung komplexer als bei klassischen Strategien. Rebalancing, Zugang zu bestimmten Instrumenten und ein gutes Verständnis von Risikomodellen sind Voraussetzung. Für Privatanleger gibt es jedoch inzwischen ETF-basierte Umsetzungen, die diese Philosophie nachbilden.

6. Nachhaltige Geldanlage: ESG-ETFs auf dem Vormarsch

In einer Welt, in der ethisches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung an Bedeutung gewinnen, rücken auch nachhaltige Geldanlagen in den Fokus. ESG – Environment, Social, Governance – steht für drei zentrale Kriterien, anhand derer Unternehmen bewertet werden können. Investoren möchten ihr Kapital zunehmend so anlegen, dass es sowohl Rendite erzielt als auch gesellschaftlich positiv wirkt.

ESG-ETFs bilden Indizes ab, die bestimmte Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Sie schließen in der Regel Unternehmen aus, die gegen Umweltauflagen verstoßen, in kontroversen Branchen wie Rüstung oder Tabak tätig sind oder schlechte Arbeitsbedingungen tolerieren. Die genauen Kriterien sind jedoch nicht einheitlich geregelt – es lohnt sich, hier genau hinzusehen.

Ein Vorteil von ESG-Investments ist ihre wachsende Nachfrage, insbesondere in Europa. Studien zeigen, dass viele nachhaltige ETFs eine ähnliche oder sogar bessere Performance aufweisen als konventionelle Pendants. Allerdings ist dieser Trend auch zyklisch: Wenn ESG weniger im Fokus steht, kann die Performance leiden.

Für Anleger, die ihre Investitionsentscheidungen mit ihren persönlichen Werten in Einklang bringen wollen, bieten ESG-ETFs eine gute Möglichkeit – allerdings immer mit kritischem Blick auf die Methodik der jeweiligen Anbieter.

7. Weitere Strategien für Fortgeschrittene

  • Factor Investing: gezielte Gewichtung von Faktoren wie Value, Momentum oder Low Volatility zur Outperformance gegenüber dem Markt.
  • Core-Satellite-Ansatz: ein kostengünstiges, passives Kernportfolio (Core) wird mit aktiven, spezialisierten Satelliten ergänzt – etwa Themen-ETFs oder Einzelaktien.
  • Gleitpfadmodelle: automatische Anpassung der Asset-Allokation mit zunehmendem Alter („Lifecycle-Fonds“).

8. Welche Portfoliostrategie passt zu Ihnen?

Die Wahl der passenden Strategie hängt maßgeblich vom eigenen Anlageziel ab. Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, braucht Geduld, Disziplin – und eine Strategie, die zu den eigenen Lebensumständen passt.

Einsteiger fahren gut mit einem einfachen ETF-Portfolio. Erfahrene Anleger können mit Core-Satellite-Ansätzen, Factor-Investing oder All Weather-Modellen zusätzliche Akzente setzen. Und wer seine Werte in die Anlageentscheidung einfließen lassen möchte, findet in ESG-ETFs ein geeignetes Vehikel.

Unabhängig vom Ansatz gilt: Die besten Resultate erzielt, wer langfristig investiert bleibt, Kosten gering hält und regelmäßig überprüft, ob die gewählte Strategie noch zur Lebenssituation passt.

9. Weiterführende Literatur (deutsch & englisch)

Deutschsprachig:

  • Gerd Kommer: Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs (akt. Auflage 2023)
  • Andreas Beck: Die große Geld-Illusion (2022)
  • Christian Röhl / Werner Heussinger: Cool bleiben und Dividenden kassieren (akt. Auflage 2022)

Englischsprachig:

  • John C. Bogle: The Little Book of Common Sense Investing (neueste Auflage 2023)
  • Ray Dalio: Principles for Dealing with the Changing World Order (2021)
  • Morgan Housel: The Psychology of Money (2020)
  • Meb Faber: Global Asset Allocation (frei verfügbar als PDF)

10. Weitere Artikel von und über Ullrich Angersbach

Haftungsausschluss

Die Informationen von Ullrich Angersbach in diesem Dokument dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Rechtsberatung dar. Die dargestellten Beispiele und Strategien sind hypothetisch und können nicht als Grundlage für tatsächliche Investitionsentscheidungen verwendet werden. Jede Investition ist mit Risiken verbunden, und vergangene Erfolge garantieren keine zukünftigen Ergebnisse. Konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Fachberater, bevor Sie finanzielle Entscheidungen treffen. Weder der Autor noch das Unternehmen übernehmen Verantwortung für etwaige Verluste oder Schäden, die aus der Nutzung der in diesem Dokument enthaltenen Informationen resultieren könnten.

© 2025 Ullrich Angersbach. Alle Rechte vorbehalten.

 


 

Ullrich Angersbach – Diplom-Kaufmann, Vermögensverwalter und Marketing-Coach für Fondsmanagement-Gesellschaften

Ullrich Angersbach schloss 1979 sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München als Diplom-Kaufmann ab. Seine Diplomarbeit „Das Bauherrenmodell – Eine Information für Kapitalanleger und Anlageberater“ erschien im selben Jahr und behandelt die steuerlichen Aspekte von Immobilienanlagen.

Nach dem Studium arbeitete er viele Jahre in einer bankenunabhängigen Vermögensverwaltung, darunter zwei Jahre in den USA. Später leitete er ein Family Office in der Schweiz und war anschließend für den Aufbau einer internationalen Vertriebsorganisation für Fondsinvestments verantwortlich, die qualifizierten Großinvestoren angeboten wurden.

Seit 2008 ist Angersbach als selbstständiger Marketing-Coach tätig. Er unterstützt Fondsmanagement-Gesellschaften mit seiner langjährigen Berufserfahrung und veröffentlicht Fachartikel. Daneben berichtet er über seine privaten Reisen.

Ende 2016 lernte er den gemeinnützigen Verein EinDollarBrille e.V. / OneDollarGlasses kennen, bei dem er sich seitdem ehrenamtlich engagiert.

© 2025 | ullrich-angersbach.de

Portfolio Construction, Diversification and Wealth Preservation – How Investors Can Build a Robust Long-Term Strategy

A professional overview by Ullrich Angersbach

1. Introduction: Why Portfolio Construction Matters

A portfolio is more than a collection of investments. It is the structure through which investors define risk, return expectations, liquidity, diversification and long-term wealth preservation.

Many investors focus too strongly on individual products, market timing or short-term performance. Yet long-term investment success is usually determined less by one perfect stock or fund and more by the overall allocation of capital across different asset classes.

Portfolio construction answers the central question: How should capital be divided between equities, bonds, cash, gold, real estate and other assets so that the investor can remain financially resilient across different market environments?

Ullrich Angersbach summarizes: A robust portfolio is not designed for one forecast. It is designed for uncertainty.

2. What Is a Portfolio?

A portfolio is the total combination of financial and real assets owned by an investor. It may include stocks, bonds, funds, ETFs, cash, gold, real estate, private equity, commodities or other investments.

The key point is that these assets should not be viewed in isolation. Each investment has a function within the overall structure. Some assets create growth. Others provide income, liquidity, stability or protection against extreme scenarios.

Good portfolio construction therefore begins with purpose, not with products.

3. The Main Goals of Portfolio Construction

A well-designed portfolio should balance several goals at the same time:

  • Long-term capital growth
  • Preservation of purchasing power
  • Risk control
  • Diversification across asset classes
  • Liquidity for opportunities and emergencies
  • Protection against inflation and monetary instability
  • Emotional durability during market downturns

The right balance depends on the investor’s time horizon, financial situation, risk tolerance and investment objectives.

4. Asset Allocation: The Core Decision

Asset allocation is the most important decision in portfolio construction. It defines how much capital is invested in different asset classes such as equities, bonds, cash, gold or real estate.

An investor with a long time horizon may hold a higher share of equities. An investor who depends on regular withdrawals may need more liquidity and lower volatility. A conservative investor may prefer bonds and cash, while an inflation-conscious investor may include gold or real assets.

There is no universally correct allocation. A portfolio must fit the investor, not the other way around.

5. Equities: The Growth Engine

Equities represent ownership in companies. Over long periods, they can provide participation in productivity, innovation, corporate profits and global economic growth.

However, equities are volatile. Prices can fall sharply during recessions, financial crises or periods of rising interest rates. Investors who hold equities must be able to tolerate temporary losses.

Within a diversified portfolio, equities usually serve as the main engine of long-term wealth creation.

Further reading:

Ullrich Angersbach on equities and long-term investing

6. Bonds: Income, Stability and Interest Rate Risk

Bonds are debt instruments. Investors lend money to governments, companies or other issuers and receive interest payments in return.

Bonds can provide income and stability, but they are not risk-free. They carry interest rate risk, credit risk, inflation risk and liquidity risk. The longer the maturity of a bond, the more sensitive it is to changes in interest rates.

The low-interest-rate period led many investors to underestimate bond risk. When rates rose, many bond funds and long-term bonds lost significant value.

Further reading:

Ullrich Angersbach on the bond bubble and interest rate risk

7. Gold: Insurance Against Monetary Uncertainty

Gold does not generate income. It pays no dividend and no interest. Its role in a portfolio is different: it can act as a store of value, a diversification tool and protection against monetary instability.

Gold is not a claim against a government, company or bank. It has no counterparty risk in its physical form and is recognized globally as a reserve asset.

Gold can be particularly useful in periods of inflation, geopolitical uncertainty, declining confidence in paper currencies or negative real interest rates.

Further reading:

Ullrich Angersbach on gold price, inflation and central banks

8. Cash and Liquidity

Cash is often underestimated. It may lose purchasing power during inflation, but it provides flexibility, safety and the ability to act when markets decline.

Liquidity allows investors to avoid forced selling during market downturns. It also creates the opportunity to invest when attractive valuations appear.

A portfolio without sufficient liquidity may look efficient on paper but can become fragile in practice.

9. Real Estate

Real estate can offer rental income, inflation sensitivity and tangible asset characteristics. However, it also involves concentration risk, financing risk, maintenance costs, regulation and limited liquidity.

Low interest rates can support real estate prices by making financing cheaper. Rising interest rates can reduce affordability and put pressure on valuations.

Real estate can be a valuable component of wealth, but it should not be confused with a risk-free asset.

10. Diversification: The Central Principle

Diversification means spreading investments across different asset classes, regions, sectors, currencies and risk factors. The goal is not to eliminate risk, but to avoid dependence on a single outcome.

A portfolio invested only in equities may perform well during growth phases but suffer heavily in crashes. A portfolio invested only in bonds may appear safe but suffer from inflation or rising interest rates. A portfolio invested only in cash loses purchasing power over time.

Diversification accepts that the future cannot be predicted with certainty.

11. Risk Is More Than Volatility

Many investors define risk only as short-term price fluctuation. This is too narrow. Real investment risk includes permanent capital loss, inflation, excessive debt, liquidity problems, concentration risk and emotional decision-making.

A portfolio can appear stable for years and still be risky if it does not preserve purchasing power. Conversely, an equity portfolio can be volatile but suitable for a long-term investor with sufficient time and discipline.

Risk must always be understood in relation to the investor’s goals.

12. Time Horizon

The investment horizon is one of the most important factors in portfolio construction. Money needed within a short period should not be exposed to high market risk.

Long-term capital can tolerate more volatility because it has time to recover from market downturns. Short-term liquidity should be held more conservatively.

A good portfolio separates short-term needs from long-term investment capital.

13. Inflation and Purchasing Power

Inflation is one of the most underestimated threats to wealth. Even if nominal capital remains unchanged, purchasing power can decline significantly over time.

Cash and low-yielding bonds are particularly vulnerable when inflation exceeds interest income. Equities, real estate and gold may provide partial protection, but each asset class behaves differently.

Portfolio construction must therefore focus not only on nominal value, but on real purchasing power.

14. Central Banks and Portfolio Strategy

Central banks influence all major asset classes. Interest rates affect bonds, equities, real estate, currencies and gold. Monetary policy can support markets, but it can also distort valuations and create hidden risks.

Investors should not attempt to predict every central bank decision. Instead, they should understand how monetary policy affects portfolio risks.

Further reading:

Ullrich Angersbach on central banks, money creation and inflation

15. The 60/40 Portfolio

The traditional 60/40 portfolio allocates 60 percent to equities and 40 percent to bonds. For decades, this structure worked well because bonds often stabilized portfolios during equity market downturns.

However, the 60/40 model is not guaranteed to work in every environment. When inflation rises and interest rates increase, equities and bonds can fall at the same time.

The concept remains useful, but investors must adapt it to current conditions and personal objectives.

16. All Weather Thinking

An All Weather approach attempts to build a portfolio that can survive different economic environments: growth, recession, inflation and deflation.

Such a portfolio may include equities, bonds, cash, inflation-sensitive assets and gold. The goal is not maximum return in one scenario, but resilience across many scenarios.

This approach reflects a key principle: the future is uncertain, and portfolios should not depend on one forecast.

17. Rebalancing

Rebalancing means bringing a portfolio back to its target allocation after market movements have changed the weights of different assets.

If equities rise strongly, their share of the portfolio increases. Rebalancing may involve selling part of the equity allocation and buying underweighted assets. If markets fall, rebalancing can force disciplined buying when prices are lower.

Rebalancing helps investors avoid emotional decisions and maintain their intended risk profile.

18. Costs and Taxes

Costs matter. Fund fees, transaction costs, spreads, custody fees and taxes reduce long-term returns. Even small annual cost differences can compound significantly over time.

A portfolio should therefore be efficient, but not simplistic. The cheapest product is not always the best solution if it creates unwanted risks or poor diversification.

Tax treatment should also be considered, especially when choosing between funds, ETFs, direct securities, gold products or real estate investments.

19. Common Portfolio Mistakes

Many portfolio problems arise not from bad products, but from poor structure and emotional decisions.

  • Holding too much cash for too long
  • Taking excessive equity risk shortly before needing capital
  • Ignoring inflation
  • Confusing bonds with risk-free investments
  • Buying gold only after strong price increases
  • Concentrating too much wealth in one country or currency
  • Reacting emotionally to market corrections
  • Failing to rebalance

A good portfolio must be financially sound and psychologically sustainable.

20. Portfolio Strategy During a Market Crash

Market crashes test portfolios and investors. A strategy that looks good during rising markets may fail when prices fall sharply.

During a crash, liquidity, diversification and emotional discipline become critical. Investors who are forced to sell during panic may permanently damage their wealth.

A robust portfolio is built before the crisis, not during it.

Further reading:

Ullrich Angersbach on stock market crashes and risk management

21. A Portfolio Is Not a Forecast

One of the most important principles of investing is that a portfolio should not depend on a single forecast. No investor can reliably predict inflation, interest rates, currency movements, recessions or stock market crashes.

A portfolio should therefore be structured to remain functional under different scenarios. It should allow participation in growth while limiting exposure to severe and permanent damage.

Forecasts may be useful, but they should not replace structure.

22. Conclusion

Portfolio construction is the foundation of long-term investing. Individual products matter, but the overall structure matters more.

A robust portfolio combines growth assets, stabilizing assets, liquidity and protection against monetary risks. Equities can create wealth. Bonds can provide income and predictability. Gold can protect against loss of confidence. Cash provides flexibility. Real estate can add tangible asset exposure.

The right portfolio is not the one that performs best in hindsight. It is the one an investor can understand, maintain and hold through different market environments.

Ullrich Angersbach concludes: A successful portfolio does not eliminate uncertainty. It is designed to survive it.

Frequently Asked Questions About Portfolio Construction

What is portfolio construction?

Portfolio construction is the process of combining different asset classes such as equities, bonds, cash, gold and real estate into a coherent investment strategy.

Why is asset allocation important?

Asset allocation determines the main risk and return characteristics of a portfolio. It is usually more important than selecting individual securities.

What is diversification?

Diversification means spreading investments across different assets, regions, sectors and currencies to reduce dependence on one single outcome.

Are bonds still useful in a portfolio?

Yes, but investors must understand interest rate risk, credit risk and inflation risk. Bonds are not automatically risk-free.

Why include gold in a portfolio?

Gold can provide diversification and protection against monetary uncertainty, inflation risks and loss of confidence in financial systems.

How much cash should investors hold?

The right cash allocation depends on personal circumstances, spending needs and risk tolerance. Cash provides flexibility but may lose purchasing power during inflation.

What is rebalancing?

Rebalancing means restoring the original target allocation of a portfolio after market movements have changed asset weights.

What is the biggest portfolio mistake?

One of the biggest mistakes is building a portfolio that the investor cannot emotionally maintain during market downturns.

Internal Resources

Sources and Further Reading

About the Author

Ullrich Angersbach is a graduate economist, wealth manager and marketing consultant specializing in investment funds and capital markets. Following many years in independent wealth management, a Swiss family office and international investment distribution, he has advised fund management companies since 2008.

His publications focus on monetary policy, capital markets, inflation, portfolio construction, wealth preservation and long-term investment strategy.

Disclaimer

This publication is provided solely for informational purposes and does not constitute investment, legal or tax advice. All investments involve risk, including the possible loss of capital. Past performance is not indicative of future results.

Readers should seek professional financial advice before making investment decisions. Neither the author nor any affiliated organization accepts liability for investment decisions made based on this publication.

Angaben gemäß § 5 TMG

Ullrich Angersbach
Maximilianstr.20
82319 Starnberg
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Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Ullrich Angersbach

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